Wolfgang Büchler (fl. 1498–1535)
From Theatrum Paracelsicum
Wolfgang Büchler (fl. 1498–1535) war Bürger von Salzburg.
Bekannter des Paracelsus
auch: Püchler, Pichler
B. besaß mehrere Häuser in Salzburg. 1494 erwarb Wolfgang Pühler für 18 Gulden das Salzburger Bürgerrecht. Ab 1498 besaß Wolfgang Püchler aus Saalfelden das Haus Steingasse 14. 1498 war Wolfang Pichler Mitglied des äußeren Rats. 1507 wird Wolfgang Püchler, «gwölbherr», Eigentümer des Hauses Residenzplatz 2, woraus sich auch sein Namenszusatz «gegen den Hof über» ableitete. 1508 stirbt Margarethe Klaner, Ehefrau des Salzburger Bürgers Wolfgang Püchler; siehe hatten 5 Kinder. 1511 reiste Wolfgang Püchler mit anderen im Auftrag der Gemeinde Salzburg nach Radstadt. 1512 erwirbt Wolffgang Püchler das Haus Brodgasse 13, das sich dann ab 1535 im Besitz seiner Erben befindet. 1513 verkaufen Wolfang Püchler und Paul Raitpacher zu Salzburg ein Haus. 1516 erwerben Wolfang Püchler und seine Frau Catharina von den Brüdern Wolfang und Georg Knoll die Kumpfmühle, die sie wiederum 1529 an Peter Anton Rytz verkaufen. 1518 erwirbt Wolfang Pichler von Konrad Gruber den Ansitz Grubhof in St. Martin bei Lofer. 1524 war Wolfgang Pichler/Püchler einer der zwölf vom Erzbischof eingesetzten Stadträte im Inneren Stadtrat. Er starb wohl 1535, spätestens aber 1537: in einem gerichtlichen Vergleich vom April 1537 wurde nach dem Tod von B. und dessen Frau der umfangreiche Besitz festgehalten.
Bezug zu Paracelsus: Paracelsus wohnte 1524 in Salzburg in B.s «Behausung bey der Kumfmüll» zur Miete.
Personen gleichen Namens: Der Salzburger Bürger Wolfgang Püchler «in der Gugl» (Kugel), war Brauer bzw. Bierschenk im Alten Brauhaus in der Judengasse 3; 1517 wurde «Wolfganngen Püchler in der Gugl» zum Münzwardein der Salzburger Münzstätte bestellt. Als Salzburger Bürger gilt auch Wolfgang Pichler, der seit 1513 mit der «reichen Steyrer Bürgerstochter Katharina Prandstetterin» (Brandstetter) verheiratet war, und in Steyr ein Glasfenster stiftete; ein Glasfenster von 1523 in der Pfarrkirche Steyr zeigt ihn mit Frau und sieben Kindern samt Wappen.
Julian Paulus
Literatur:
Franz Martin: Paracelsus und Salzburg [11936], in: Idem, Aus Salzburgs Vergangenheit: Gesammelte Aufsätze (Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Beiheft), Salzburg 1942, p. 35-39, esp. p. 36 (online, free) (A)
Peter F. Kramml: Paracelsus in Salzburg – Das Ende eines Mythos?, in: Paracelsus und Salzburg, ed. by Heinz Dopsch and Peter F. Kramml (Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 14. Ergänzungsband), Salzburg: Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 1994, p. 175-199, esp. p. 176, 177, 178, 194 n.35-36 (A)
Udo Benzenhöfer: Paracelsus, Reinbek: Rowohlt 1997, esp. p. 36
Weitere Literatur:
Judas Thaddäus Zauner: Chronik von Salzburg, vol. 4, Salzburg: Franz Xaver Duyle 1800, esp. p. 376 (Google Books) (A)
Maria Vinzenz Süss: Die Bürgermeister in Salzburg von 1433 bis 1840, Salzburg: Jos. Oberer 1840, esp. p. 34, 51 (Google Books) (A)
Anton von Schallhammer: Alm-Canal, in: Mittheilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 5 (1865), p. 60-69, esp. p. 62, 63 (Google Books) (A)
Gustav Ritzinger: [Ein altes Glasgemälde in der großen Kirche zu Steyr], in: Mittheilungen der k. k. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale, Neue Folge, 15 (1889), p. 271-272, esp. p. 272 n° 226 (Google Books)
Vermehrung der Sammlungen des städtischen Museums Carolino-Augusteum im Jahre 1889, in: Jahres-Bericht des städtischen Museum Carolino-Augusteum zu Salzburg (1889), p. 1-85, esp. p. 55 (Google Books)
Franz Valentin Zillner: Geschichte der Stadt Salzburg, vol. 1 (Geschichtliche Stadtbeschreibung), Salzburg: Jos. Oellacher 1885, esp. p. 320, 321 (Google Books) (A)
Franz Valentin Zillner: Geschichte der Stadt Salzburg, vol. 2 (Zeitgeschichte bis zum Ausgange des 18. Jahrhunderts), Salzburg: Jos. Oellacher 1890, esp. p. 451, 461 (Google Books) (A)
Ludwig Pezolt: Die Elsenheimer von ihrem ersten Auftreten in Salzburg bis zum Ende des Mittelalters: Eine Studie zur Geschichte der Salzburger Geschlechter, in: Mittheilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 40 (1900), p. 155-248, esp. p. 198 n.1 (Google Books)
Ludwig Englert: Paracelsus: Mensch und Arzt, München 1941, esp. p. 38
Hans Koepf: Ein bedeutender spätgotischer Baukomplex in der Salzburger Altstadt – Vorschläge für eine Erneuerung, in: Alte und Moderne Kunst 18, n° 130/131 (1973), p. 45-46, esp. p. 45 (online, free) (A)
Rudolf Koch and Bernhard Prokisch: Stadtpfarrkirche Steyr: Baugeschichte und Kunstgeschichte, Steyr: W. Ennsthaler 1993, esp. p. 117, 119
Margit Ksoll-Marcon and Manfred Hörner: Bayerisches Hauptstaatsarchiv Reichskammergericht, vol. 7 (Nr. 2130-2676 (Buchstabe D)), München: Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns 2001, esp. p. 392 n° 2513*
Christina Wais-Wolf: Verborgene Glasmalerei-Schätze im Museum für Angewandte Kunst/Gegenwartskunst in Wien, in: Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege 61, n° 2/3 (2007), p. 235-248, esp. p. 245
Günther Buchinger, Elisabeth Oberhaidacher-Herzig and Christina Wais-Wolf: Die mittelalterlichen Glasgemälde in Niederösterreich, vol. 2 (Krenstetten bis Zwettl (ohne Sammlungen)), Wien, Köln and Weimar: Böhlau 2015, esp. p. 223 (Google Books) (A)
Günther Buchinger, Elisabeth Oberhaidacher-Herzig and Christina Wais-Wolf: Die mittelalterlichen Glasgemälde in Niederösterreich, vol. 3 (Sammlungsbestände (ohne Stiftssammlungen) Burgenland), Wien, Köln and Weimar: Böhlau 2017, esp. p. 356 (Google Books) (A)
Theatrum Paracelsicum
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