Urban Braun (fl. 1515–1527)

From Theatrum Paracelsicum
Urban Braun (fl. 1515–1527) war Schulmeister.
Zeitgenosse
auch: Urbanus; Brun, Prawn, Praun
B. stammte aus Lauingen. Er studierte ab 1515 an der Universität Ingolstadt und ab 1517 in Wien, wo er im Februar 1519 zum Lizentiaten der Künste promoviert wurde. An einer unbekannten Universität erwarb er den Grad eines Magisters. B. wirkte wohl zunächst als Lateinschulmeister in Villach (als Nachfolger von ↗ Joachim Vadian, dann mindestens von 1521 bis 1525 als Rektor (Schulmeister) der Schule der Abtei St. Peter in Salzburg.
Bezug zu Paracelsus: Beziehungen zu Paracelsus lassen sich nicht nachweisen.
Personen gleichen Namens: Ob B. mit dem Lauinger Schulmeister Magister Urban Braun personengleich ist, ist keineswegs sicher, denn der Lauinger B. wird noch 1524 und 1525 im Bauherrnregister von Lauingen genannt. Welcher B. 1527 von der Universität Tübingen zum Lizentiaten der Rechte promoviert wurde, ist ebenfalls ungeklärt. Unsicher ist auch, ob B. tatsächlich ein Verwandter des Salzburger Hoforganisten ↗ Paul Hofhaimer war; die entsprechende Quelle (Brief XXIII bei Horawitz: «Villacensium ludimagister») bezieht sich nicht eindeutig auf B.
Literatur:
Peter F. Kramml: Paracelsus in Salzburg – Das Ende eines Mythos?, in: Paracelsus und Salzburg, ed. by Heinz Dopsch and Peter F. Kramml (Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 14. Ergänzungsband), Salzburg: Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 1994, p. 175-199, esp. p. 182 (A)
Weitere Literatur:
Franz Michael Vierthaler: Geschichte des Schulwesens und der Cultur in Salzburg: Ein Versuch, vol. 1, Salzburg: Franz Xaver Duyle 1804, esp. p. 84, 115 (Google Books(A)
Ambros Prennsteiner: Geschichte des hiesigen k. k. akademischen Gymnasiums: Quellenmäßig dargestellt, Salzburg (K. K. Gymnasium) 1851, esp. p. 7, 8 (Google Books(A)
Adalbert Horawitz: Zur Geschichte des Humanismus in den Alpenländern. I, in: Sitzungsberichte der philosophisch-historischen Classe der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften 111 (1886), p. 331-380, esp. p. 347, 371, 380 (Google Books(A)
Georg Rückert: Geschichte des Schulwesens der Stadt Lauingen vom Ausgange des Mittelalters bis zum Anfange des 19. Jahrhunderts (Beiträge zur Geschichte der Erziehung und des Unterrichts in Bayern, 5), Berlin: A. Hofmann 1904, esp. p. 2, 4 (online, free) (A)
Hermann Spies: Geschichte der Domschule zu Salzburg, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 78 (1938), p. 1-88, esp. p. 19, 27 n.25 (online, free) (A)
Hermann Spies: Beiträge zur Musikgeschichte Salzburgs im Spätmittelalter und zu Anfang der Renaissancezeit, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 81 (1941), p. 41-96, esp. p. 87 (online, free) (A)
Conradin Bonorand: Joachim Vadian und der Humanismus im Bereich des Erzbistums Salzburg (Vadian-Studien, 10), St. Gallen: Fehr’sche Buchhandlung 1980, esp. p. 39 n.6, 64, 78, 116 n.1 (A)

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